Aktuelles und leider weiterhin und unabsehbar: Gefahr von Covid-19-Infektionen

An dieser Stelle informiere ich in unregelmäßigen Abständen über aktuell wichtige Themen aus der Pädiatrie und Neuropädiatrie (letzte Aktualisierung 15.12.2020)

• Vorsicht vor Schnelltests auf Covid-19 ! Die Aussagesicherheit ist sehr unterschiedlich. Auch die Angaben auf der website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nennt auf Liste der Antigentests (bfarm.de) nur Herstellerangaben. Bitte informieren Sie Sich auf https://diagnosticsglobalhealth.org/

und https://www.finddx.org/covid-19/sarscov2-eval-antigen/ , dort findet man unabhängige Bewertungen.

• Zur Infektionsgefahr mit Covid-19. Sehr interessant ! Im Fokus: Ist die Ansteckungsgefahr in Schulen wirklich hoch? : www.kinderaerzte-im-netz.de (kinderaerzte-im-netz.de)

• So wichtig ist Knuddeln für Babies! Haut-zu-Haut-Kontakt mit Eltern lindert Schmerzempfinden bei Babys: www.kinderaerzte-im-netz.de (kinderaerzte-im-netz.de)

• Covid-10 und Epilepsie: showdoc,id,361,aid,7668.html (dgfe.org)

• Mein Baby ist so unruhig ! Ist mein Kind ein Schreibaby? - Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (dgkj.de)

• Moderne Ansätze zur Schlafregulation: Mein Kind schläft nicht - Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (dgkj.de)

• Impfung gegen Meningokokken der Gruppe B angeraten ! Obwohl bereits seit 2013 ein gut wirksamer und verträglicher Impfstoff (Handelsname Bexero) verfügbar ist und dieser Erreger hierzulande für den Großteil der Meningitis-Fälle verantwortlich ist, gibt es derzeit, - im Gegensatz zu der Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C- noch keine allgemeine Impfempfehlung dazu durch die ständige Impfkommission (STIKO). Private Krankenkassen erstatten jedoch die Kosten. Die Impfung kann bereits Säuglingen ab dem Alter von 2 Monaten verabreicht werden und muss im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt werden. Eine weitere Impfung im zweiten Lebensjahr komplettiert den Impfzyklus. Meningokokken der Gruppe lösen eine schwere Hirnhautentzündung aus. Diese ist gekennzeichnet durch hohes Fieber, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Besonders gefürchtet sind Blutvergiftungen, die durch die Bakterien verursacht werden und die in schweren Fällen sogar dazu führen können, dass betroffene Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Arme oder Beine amputiert werden müssen. In Deutschland ist die Erkrankungsrate (Inzidenz) klein. 2015 wurden nach vorläufigen Angaben 287 Meningokokken-Erkrankungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zu 772 im Jahr 2003. Die meisten Infektionen werden durch die Subtypen B (etwa 65 bis 70 Prozent) und C (etwa 20 bis 25 Prozent) verursacht. Andere Subtypen kommen hierzulande kaum vor. Meningokokken-Erkrankungen treten ganzjährig und in jeder Altersklasse auf. Dennoch gibt es wiederkehrende Krankheits-Höhepunkte. Am häufigsten sind Kinder unter fünf Jahren (insbesondere im 1. und 2. Lebensjahr) sowie Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren betroffen. In Deutschland gibt es die meisten Meningokokken-Infektionen im Frühjahr und Herbst. Etwa zwei Drittel verlaufen als Meningokokken-Meningitis.

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